Imkerliche Betriebswirtschaft

In loser Reihenfolge gehen wir hier auf betriebswirtschaftliche und steuerliche Aspekte für Imker ein.

 

Gewährverschlüsse online bestellen

Unser Verein hat die Mitgliederverwaltung auf die OMV (OnlineMitgliederVerwaltung) des Landesverbands Bayerischer Imker (LVBI) umgestellt. Dadurch ist es jetzt möglich, dass unsere Mitglieder ihre Gewährverschlüsse beim Deutschen Imkerbund (DIB) selbst online bestellen können. Dazu benötigen Sie Ihre E-Mail-Adresse, die Sie unserem Verein angegeben haben, bzw. die in der OMV hinterlegt ist.
 
Sie müssen sich über das Log-In in den Internen Bereich des LVBI einwählen. Beim ersten Mal müssen Sie den Link Passwort vergessen oder nicht bekannt? anklicken, Ihre E-Mail-Adresse eingeben und senden, damit Sie ein Passwort erhalten, mit dem Sie sich zukünftig anmelden können.
 
Bei erfolgreicher Anmeldung werden Ihnen über den Link „Bestellung DIB“ in der linken Navigationsleiste, Ihre in der OMV hinterlegten Daten angezeigt. Mit dem Knopf „Bestellung übernehmen“ gelangen Sie auf die Seite des DIB für Ihre Bestellung. Die aktuelle Preisliste wird in einem neuen Fenster geöffnet, wenn Sie auf den entsprechenden Link klicken.

Nun können Sie nach Auswahl der Glasgröße die Anzahl der Gewährverschlüsse sowie ggfs. einen Adressen-, Zusatz- und Sorteneindruck eingeben und die Zahlungsart wählen.  Nach Anerkennung der Bestimmungen zu den Warenzeichen des DIB und der Versand- und Lieferbedingungen können Sie die Bestellung absenden. Erst dann werden Ihre Daten an den DIB übermittelt. Sie erhalten danach eine E-Mail mit den Bestelldaten.


Honigvermarktung über das Internet

Ein weiterer Vorteil der OMV ist die Möglichkeit, dass unsere Mitglieder sich in die Datenbank für die Imker-Suche eintragen lassen können. Dazu ist es notwendig, das Formular "Einwilligungserklärung für die Veröffentlichung von Mitgliederdaten im Internet" auszufüllen und beim 1. Vorsitzenden abzugeben, damit dieser die Freischaltung vornehmen kann. Das Formular bietet auch die Möglichkeit einer kurzen Beschreibung des Imkers und seines Angebots (2 kurze Zeilen).

Wer mal nachsehen will, was die Konkurrenz macht: ruhig mal Postleitzahl 63801 eingeben und den Radius von 50 km auswählen.


Preisberechnung für Honig

Viele, vor allem Hobby-Imker, setzen ihren Preis für ein Glas Honig willkürlich fest. Sie richten sich nach dem, was sie schon immer verlangt haben - oder was der Nachbar-Imker verlangt.

Dabei wird oft nicht hinterfragt, ob dieser Preis für erbrachte Leistung, Qualität und naturbedingte Risiken angemessen und kostendeckend ist - nach dem Motto: "Es macht mir ja auch Spaß", oder "die Arbeit leisten doch die Bienen".

Gerade für Neu-Imker, die einen erheblichen Betrag in die Erstausstattung investieren, ist die Berechnung eines kostendeckenden Honigpreises wichtig. Sie können daran erkennen, wie hoch der Preis sein sollte oder wie lange sie ihre Investitionen nutzen müssen, bis die Erträge ihre Kosten wieder ausgleichen.

Wie kann nun ein kostendeckender Preis für ein Glas Honig berechnet werden? Welche Kosten sind dabei zu berücksichtigen? Welche Rolle spielt die Anzahl der Völker?

Diese Fragen und die dazuhörigen Berechnungen haben wir in einer Excel-Tabelle zusammengeführt, die hier heruntergeladen werden kann.

Diese vorausgefüllte Tabelle kann mit eigenen Werten angepasst werden. Das Ergebnis ist die Berechnung der Anfangsinvestition und der laufenden Betriebskosten für eine vorzugebende Anzahl von Völkern, sowie der kostendeckende Preis für ein 500g-Glas Honig.

Wer kein Excel hat, findet hier ein Blankoformular, das er ausfüllen und mit den angegebenen Formeln selbst berechnen kann.


Steuerliche Behandlung der Einnahmen aus Honig-Verkauf

Wer als Imker nicht mehr als 30 Völker hält, braucht seine Einnahmen aus dem Honigverkauf nicht zu versteuern (§ 13a EkStG).

Wer allerdings nicht nur Honig, Pollen oder Wachs, sondern auch weiterverarbeitete Produkte (z.B. zugekaufter Honig, Honig mit Früchten, Kerzen, etc.) verkauft, muss die daraus erzielten Einnahmen getrennt erfassen und mit dem persönlichen Steuersatz versteuern - dies aber nur, wenn der Freibetrag von 900 € (bei Ehepaaren 1.800 €) überschritten wird.

Imker mit bis zu 70 Völkern versteuern einen Pauschal-Gewinn von 1000 €.

Wer seine Ausgaben absetzen will, muss - wie Imker mit mehr als 70 Völkern - eine Einnahme-Überschuss-Rechnung machen.

Einzelheiten finden sich im Deutschen Bienen-Journal, Ausgabe 5/2015, S. 17


Versicherungspflicht in der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft

Eine Versicherungspflicht in der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft besteht für "gewerbsmäßig betriebene Imkereien" mit mehr als 25 Völkern.

Der Beitrag wird nachträglich für das vergangene Jahr aufgrund der Aufwendungen berechnet und erhoben.

Weitere Informationen zu Meldepflichten, Leistungen bei einem Arbeitsunfall und zur Beitragshöhe finden sich auf der Webseite der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft.