Imkerliche Praxis

Es gibt immer wieder neue Erfahrungen aus dem täglichen Umgang mit Bienen und Beuten, sowie der Behandlung von Krankheiten. Wir bieten hier einen einfachen Zugang zu anschaulichen Informationen an. Diese Seite wird kontinuierlich erweitert - sei es durch neue Links, sei es durch eigene Präsentationen.

 

Gewicht eines Bienenvolks berechnen

Vor allem für die Überwinterung der Bienen ist es gut zu wissen, wieviel ein Volk mit Holz-Zarge(n) wiegt. Deshalb haben wir eine Aufstellung von gängigen Beutensystemen erstellt und berechnet, wieviel eine gefüllte Beute in etwa wiegt.

Beim Selbstwiegen mag es zu Differenzen kommen, die u.a. durch Material-, Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede erklärbar sind. Die vorausgefüllten Daten bieten einen guten Anhaltspunkt, aber es besteht auch die Möglichkeit, eigene Gewichte einzugeben.

Mit dieser Excel-Tabelle lässt sich auch zurückrechnen, wieviel Futter vorhanden ist, wenn man das tatsächlich gemessene Gewicht mit dem errechneten vergleicht.


Refraktometer kalibrieren mit Olivenöl

Der Wassergehalt von Honig ist ein wichtiges Qualitätskriterium. Er zeigt an, ob ein Honig „reif“ und damit sicher vor Gärung ist. Ideal ist ein Wassergehalt von grundsätzlich 18,0% und weniger.

Zwecks Bestimmung des Wassergehalts ist ein Refraktometer notwendig. Die Messung beruht darauf, dass das Licht beim Durchtritt durch den flüssigen Honig – abhängig vom Wassergehalt – unterschiedlich stark gebrochen wird; je höher der Wassergehalt, umso kleiner der Brechungsindex. Bei einem Handrefraktometer zwecks Bestimmung des Wassergehalts im Honig sind die Brechungsindizes bereits in eine Skala des prozentualen Wassergehalts in Honig umgesetzt. Es wird demnach der Wassergehalt direkt abgelesen.

Optische Messgeräte, wie das Handrefraktometer, müssen mit der Zeit nachjustiert bzw. kalibriert werden. Als Kalibrierflüssigkeit eignet sich Olivenöl (Extra Vergine), weil der Brechungsindex von Olivenöl recht stabil bei 1,4690 bzw. bei 27% Wasseranteil liegt. Bei der Kalibrierung sollte das Gerät und die Probe eine Temperatur von 20 Grad Celsius aufweisen. Man gibt etwas Olivenöl aufs Prisma und dreht so lange an der Einstellschraube (sofern ein anderer Wert als 27% angezeigt wird), bis die Skala einen Wassergehalt von 27% anzeigt. Nun ist das Refraktometer justiert.

Literatur: „J. Schwenkel: Geht wie geschmiert, in Imkerfreund 8/2014, S. 12 sowie W. von der Ohe: Wassergehaltsbestimmung mit dem Handrefraktometer, LAVES – Institut für Bienenkunde Celle, Nr. 68, S. 3


Ein Jahr am Bienenstand

Dr. Gerhard Liebig hat 2014 in einer Serie von 17 Kurzfilmen seine Aktivitäten am Bienenstand von der Auswinterung bis zur Einwinterung von 5 Jungvölkern des Jahres 2013 dokumentiert und auf YouTube veröffentlicht.

Film 1: Der Zustand der Völker bei der Auswinterung. Beurteilung der Volksstärke und der Futterversorgung

Film 2: Die Erweiterung auf 2 Zargen während der Salweidenblüte

Film 3: Das Aufsetzen des Honigraumes und Einhängen des ersten Baurahmens während der Kirschenblüte

Film 4: Die erste Schwarmkontrolle

Film 5: Schwarmkontrolle, Bildung von Brutablegern und Ausschneiden der ersten Drohnenbrut

Film 6: Jungvölker umlogieren und zurückwandern

Film 7: Die dritte Schwarmkontrolle

Film 8: Die achte Schwarmkontrolle – nun auch Volk V

Film 9: Die Honigernte mit Bienenflucht

Film 10: Wiederaufsetzen der Honigräume, erste Gemülldiagnose

Film 11: Fütterung der Jungvölker im Sommer

Film 12: Die Spätsommerpflege – Das Einengen der Altvölker

Film 13: Die Ameisensäurebehandlung vor der Auffütterung im August

Film 14: Die Auffütterung von Alt- und Jungvölkern im September

Film 15: Die Ameisensäurebehandlung nach der Auffütterung im September

Film 16: Die Restentmilbung im Frühwinter

Film 17: Das Jahr 2014 im Rückblick